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Nordost-Ring bleibt ein teures und unsinniges Projekt

Gestern Abend hat die Abschlussveranstaltung des Faktenchecks des Verkehrsministeriums zum Nordost-Ring stattgefunden. Dazu habe ich folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Der „Faktencheck zu den verkehrlichen Herausforderungen im Nordosten Stuttgarts“ habe ihm erneut gezeigt: der Nordostring sei ein Mammutprojekt, dessen Kosten und negativen Auswirkungen in keinster Weise die Vorteile aufwögen, so Jürgen Walter, Grüner Abgeordneter aus Ludwigsburg.

Das Teilstück, das die Ost-Westverbindung zwischen Kornwestheim und Waiblingen herstellen soll, und das meist als Nordost-Ring bezeichnet wird, wird nicht zu staufreien Straßen im Nordosten Stuttgarts führen. Eine solche Straße würde mehr Verkehr verursachen (zwischen 9 und 19%) und die Staus würden nur Richtung Kornwestheim verschoben – und das zum Preis von mindestens 1,4 Mrd. Euro. „Dieses Projekt aus dem letzten Jahr-hundert ist weder mit den Klimazielen des Landes vereinbar noch mit dem Ziel der Landesregierung, die Flächenversiegelung zu verlangsamen. Zudem zerschneidet es einen wichtigen Naherholungsraum in unserer dichtbesiedelten Region. Die riesige Summe ist in nachhaltigen Verkehrsprojekten wahrlich besser angelegt. Radschnellwege, Schnellbusse auf den Ost-West-Verbindungen und Projekte wie die Bahnreaktivierung Markgröningen –Ludwigsburg: das sind zukunftsfähige Projekte, denen wir uns widmen sollten“ stellt Jürgen Walter fest. „Deshalb hatte ich schon zu Zeiten der Rot-Grünen Koalition im Bund auf Anfrage der damaligen Bundestagsfraktion gemeldet, dass man auf den Nord-Ost-Ring aus ökologischen und verkehrlichen Gründen verzichten müsse. Seitdem rangiert er im Bundesverkehrsplan unter ferner liefen. Und da gehört er auch hin!“, sagte Walter.

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