Bild: Fraktion GRÜNE im Landtag BW

Tag der Arbeit in der Corona-Zeit

„Heraus zum 1. Mai“… lautet schon seit Jahrzehnten der Ruf der Gewerkschaften, um die Menschen auf sie Straße zu bringen und für ihre Rechte zu demonstrieren. Aufgrund der Corona-Krise wurden alle Kundgebungen und Demonstrationen abgesagt. Trotzdem mahnt uns gerade die derzeitige Krise, dass viele Menschen in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ weder die nötige finanzielle noch gesellschaftliche Anerkennung gefunden haben. Darüber muss nach der Krise dringend geredet werden, damit sie zukünftig auskömmlich bezahlt werden. Als ersten Schritt haben wir Grünen uns dafür eingesetzt, dass Pflegekräften ein Bonus von 1.500 Euro steuerfrei bezahlt wird.

Zukünftig müssen Tarifvereinbarungen auch für private Träger von Pflegeeinrichtungen gelten. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssen gemeinsame Anstrengungen unternehmen, die Krise nutzen und innovative Ideen und Technologien auf den Weg bringen, um einerseits den Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen, aber andererseits Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Jedes Konjunkturprogramm muss darauf untersucht werden.

Nach der Corona-Krise müssen die Anstrengungen im Klimaschutz verstärkt werden. Energie- und Mobilitätswende schaffen neue Arbeitsplätze. Selbst in der jüngeren Vergangenheit geschah gerade das Gegenteil. Bei der Bahn wurden über viele Jahre hinweg nicht nur die Infrastruktur vernachlässigt, sondern viel zu viele Arbeitsplätze abgebaut. Und allein im Bereich der Windkraft gingen in Deutschland seit 2017 mehr als 25.000 Arbeitsplätze verloren. Deshalb brauchen wir ein Umdenken: nicht Kohle, sondern Wind und Sonne schützen die Umwelt und schaffen Arbeitsplätze!

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