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In welchem Zustand sind unsere Fließgewässer?

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, dass bis spätestens 2027 ein guter oder sehr guter ökologischer Zustand der Fließgewässer erreicht werden soll.  Ich habe mit dem Antrag „Guter ökologischer Zustand der Fließgewässer“ bei der Landesregierung nachgefragt, was das Land getan hat, um dieses Ziel zu erreichen und welche weiteren Schritte notwendig sind.

Aus der Antwort der Landesregierung:

Leider waren in Baden-Württemberg 2015 nur 7,4 % der Oberflächengewässer in einem guten ökologischen Zustand. Neuere Auswertung liegen bisher nicht vor, aber das Land hat erhebliche Anstrengungen unternommen, den Zustand zu verbessern. So wurden zum Beispiel zwischen 2016 und 2018 wurden 280 Maßnahmen zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und zur Bereitstellung einer ausreichenden Mindestwasserführung vollständig umgesetzt und weitere 354 Maßnahmen begonnen. Zu Verbesserung der Wasserqualität wurden weitere 102 Maßnahmen an Kläranlagen umgesetzt.

Eine weitere Verbesserung wird mit den Gewässerrandstreifen erzielt – sein Schutz ist ein wirksames Instrument zur Reduktion diffuser Stoffeinträge, dem besondere Bedeutung zukommt. Durch einen 10 m breiten Gewässerrandstreifen kann beispielsweise der Sedimenteintrag um 80 % der Phosphoreintrag um über 60 % verringert werden. Seit 2019 ist übrigens auch der Ackerbau sowie der Einsatz von Dünger und Pestiziden innerhalb von 5m Abstand zum Fließgewässer verboten.

Die Landesregierung arbeitet derzeit an einer Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne 2021. Es zeichnet sich aber bereits jetzt ab, dass in Zukunft mehr Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur erforderlich sind, als bislang angenommen. Auch bei den Punktquellen zeigt sich, dass künftig eine stärkere Reduzierung der Phosphoreinträge durch kommunale Kläranlangen erfolgen muss.

Den Antrag un die ausführliche Antwort der Landesregierung auf meine Anfrage finden Sie unter diesem Link.

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