21 neue Gemeinderatsmitglieder für Grüne Listen im Kreis

Landtagsabgeordnete fordern: Klimaschutz und Verkehrswende jetzt verstärkt kommunal umsetzen

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Vertrauen der Wählerinnen und Wähler sowie Rückenwind für Klimaschutz und Naturschutz auch in den Kommunalparlamenten“ sind zwei zentrale Ergebnisse der Kommunalwahlen für die Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen, Dr. Markus Rösler und Jürgen Walter (alle GRÜNE). Nach Angaben der Grünen Politiker gibt es im Landkreis Ludwigsburg nun 109 statt bisher 88 Plätze für Mitglieder grüner und grün-alternativer Listen sowie einer grün-roten Liste in den Gemeinderäten. „Herzlichen Glückwunsch an jede und jeden Einzelnen dieser wieder und neu gewählten Mandatsträger“, sagt Renkonen.

In 16 von 39 Kommunen haben die grün(-alternativen) Listen zugelegt. „Besonders groß ist der Zuwachs in Ludwigsburg, wo wir uns von 8 auf 11 Sitze steigern konnten und nun die stärkste Fraktion sind. Unser konsequenter Einsatz für einen besseren ÖPNV und eine Stadtbahn hat sich offensichtlich gelohnt“, kommentiert Walter die Entwicklung in der Kreisstadt.

Als „sensationell“ bezeichnet Rösler das grüne Ergebnis in Sachsenheim. Dort hat die Grüne Liste das beste Ergebnis aller Fraktionen eingefahren und ist nun mit sechs Sitzen vertreten. „Das ist für eine Kleinststadt mit unter 20.000 Einwohnern auch landesweit außergewöhnlich“, freut sich Rösler. In Bietigheim-Bissingen, Kornwestheim und Möglingen haben die Grünen jeweils zwei Sitze mehr als bisher.

Die Grünen wollen den Aufwind nutzen, um in der Fläche präsenter zu werden. „Wir wissen, dass wir auch im Kreis Ludwigsburg noch einige weißen Flecken haben, in denen wir nicht mit eigenen Wahllisten antraten“, so Renkonen. „Insofern ist das gute Wahlergebnis für uns Ansporn und Auftrag zugleich.“

„Als Partei mit einem klaren Kurs bei ökologischen und sozialen Fragen fordern wir ein deutliches Umdenken in der Verkehrspolitik. Denn dort liegen die Hauptprobleme im Klimaschutz. Die Wählerinnen und Wähler haben auch grün gewählt, weil sie weniger Insektensterben und mehr Natur- sowie Klimaschutz wollen. Projekte wie der vierspurige Ausbau der B10 und der Nordostring sind out. Die Reaktivierung der Bottwartalbahn, die Stadtbahn von Kornwestheim über Ludwigsburg bis nach Markgröningen und Schwieberdingen sind wichtige Aufgaben. Ebenso eine bessere Vertaktung des ÖPNV und ein vierspuriges Tunnel für den Schienenverkehr aus Norden und Westen bei Stuttgart-Feuerbach“, so Renkonen, Rösler und Walter.

Die drei Abgeordneten bedanken sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen und Rathäusern sowie den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, ohne die eine solche vielfältige Wahl nicht zu stemmen sei.

Im Kreistag wurden die Grünen deutlich gestärkt: Mit 21,3 Prozent der Stimmen sind sie nun drittstärkste Kraft. Sie stellen mit dem ehemaligen Polizeipräsidenten Frank Rebholz sogar den kreisweiten Stimmenkönig und werden mit 21 von 105 Sitzen – und damit fünf Sitzen mehr als bisher – vertreten sein. Auch in der Stuttgarter Regionalversammlung sind die Grünen künftig stärkste Kraft. Sie haben 22 der 88 Sitze errungen, die CDU hat 21 Sitze.

Verwandte Artikel