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21 IT- und Medientalente erhalten Karl-Steinbuch-Stipendium der MFG Stiftung Baden-Württemberg

Staatssekretär Jürgen Walter MdL: Kreative Studierende zum interdisziplinären Forschen und Arbeiten motivieren

22.11.2011

Staatssekretär Jürgen Walter hat am Dienstag (22. November 2011) Urkunden an insgesamt 21 neue Karl-Steinbuch-Stipendiaten in Stuttgart überreicht. Bereits seit 2004 vergibt die MFG Stiftung Baden-Württemberg das Karl-Steinbuch-Stipendium an talentierte Studierende aus Baden-Württemberg. Damit erhalten sie die Möglichkeit, neben ihrem Studium interdisziplinäre Projekte zu verwirklichen, die die beiden Querschnittsbereiche IT und Medien mit anderen Fachrichtungen verbinden. Die Gesamtfördersumme der aktuellen Ausschreibungsrunde von rund 125.000 Euro stammt aus Mitteln der Zukunftsoffensive des Landes Baden-Württemberg.

„Mit dem Karl-Steinbuch-Stipendium der MFG Stiftung Baden-Württemberg investieren wir in die Zukunft unseres Landes. Mit diesem Talentförderprogramm unterstützen wir außergewöhnliche und innovative Ideen von Nachwuchskräften und motivieren dadurch kreative Studierende zum interdisziplinären Forschen und Arbeiten“, sagte Staatssekretär Jürgen Walter anlässlich der Urkundenübergabe.

örderung von bisher 210 jungen Visionären mit 1,15 Millionen Euro

Seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2004 habe das Land insgesamt 210 junge Visionäre mit rund 1,15 Millionen Euro unterstützt, so der Staatssekretär. „Eine hervorragende Investition, denn die entstandenen Arbeiten überzeugen nicht nur durch eine oftmals ausgefallene Kombination unterschiedlicher Fachwissenschaften. Sie dienen auch als Trendbarometer und liefern wertvolle Impulse für die Forschung sowie die Anbieter- und Anwenderbranchen von Informations- und Telekommunikationstechnologien und Medien“, sagte Jürgen Walter. Die Laufzeit des Karl-Steinbuch-Stipendiums beträgt zwölf Monate. Die Förderhöchstgrenze liegt bei rund 830 Euro pro Projektmonat, demnach können pro Projekt bis zu 10.000 Euro beantragt werden.

In der mittlerweile zwölften Ausschreibungsrunde zeigte sich die Jury von der wissenschaftlichen Güte und dem Innovationsgrad der Bewerbungen überzeugt. „Die jungen Talente beeindrucken uns jedes Jahr aufs Neue mit ihren kreativen und qualitativ hochwertigen Einreichungen. Spannend sind vor allem interdisziplinäre Ansätze, die Informations- und Medientechnologien beispielsweise mit medizintechnischen, didaktischen oder ökologischen Aspekten auf kluge Weise verbinden“, sagte Klaus Haasis, Jurymitglied und Geschäftsführer der MFG Stiftung Baden-Württemberg.

Drei ausgewählte Stipendienprojekte aus Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart zeigen im Folgenden die vielfältigen Ansätze und den interdisziplinären Charakter des Karl-Steinbuch-Stipendiums.

Wirkung intelligenter Stromzähler auf das Verbrauchsverhalten

Führt die Sichtbarmachung des eigenen Stromkonsums zu bewussterem Umgang mit Energie? Und welche Art von Echtzeit-Feedback wirkt sich tatsächlich auf den Stromverbrauch aus? Mit derartigen Fragestellungen beschäftigen sich Timm Teubner und Anders Dalén vom Karlsruher Institut für Technologie in ihrem Projekt www.sowatt.com. In einem Feldexperiment zum Stromverbrauchsverhalten privater Haushalte statten die beiden Doktoranden 80 freiwillige Teilnehmer in Karlsruhe mit Messgeräten aus. Als intelligenter Stromzähler dient eine Spule, die um das Kabel der Stromzuleitung geklemmt wird. Einen minuten- und gerätegenauen Einblick in seinen Stromverbrauch und den anderer Stromverbrauchenden erhält der Nutzer anschließend auf einer Internetplattform.

Wenn die Baumwurzel Feedback zum Wasserhaushalt gibt

Wie fruchtbar der Einsatz von IT in der Waldwirtschaft sein kann, beweisen Mirko Mälicke und Simon Franchini von der Universität Freiburg. Mit ihrem Projekt „Modellierung der Wasserumverteilung im Wurzelraum von Agroforstsystemen“ wollen sie Land- und Forstwirte in ihren Bewirtschaftungsmaßnahmen unterstützen. Hierfür entwickeln die beiden Studenten ein Messsystem, das intuitiv zu bedienen ist und keine fachlichen Vorkenntnisse voraussetzt. Ziel des Stipendienprojekts ist, die Reaktion von Ökosystemen auf möglicherweise in Zukunft häufiger auftretenden Dürren besser zu verstehen und daraus Maßnahmen abzuleiten, wie der Mensch die Folgen minimieren kann.

Mit geometrischen Klötzchen den Computer steuern

Im Rahmen seines Karl-Steinbuch-Stipendiums entwickelt Raphael Lang, Student an der Akademie der Künste in Stuttgart, „Retina Touch“. Diese neuartige Benutzerschnittstelle ermöglicht es Usern durch das Aufstellen, Verschieben oder Drehen von farbigen Objekten unterschiedliche Aktionen in einer Software auszulösen. Anstelle von Symbolen auf einem Touchscreen oder der Eingabe mit der Maus kann man direkt mit den Objekten interagieren. Die geometrischen Klötzchen werden durch ihre Farbe oder Farbspektrum in ihrer Position und ihrem Winkel erfasst. Anstelle von bisher verwendeten Kameras erfolgt bei Raphael Langs Projekt die technische Umsetzung mit Farbsensoren. Dies ermöglicht einen sehr flachen Aufbau und macht damit den Einbau in mobile Geräte zum Greifen nah

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