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Kunststaatssekretär Jürgen Walter besucht Kunst- und Kultureinrichtungen in Freiburg

Lob für lebendige und dynamische Kulturszene

Jürgen Walter: Gute Partnerschaft von Stadt und Land in der Kulturförderung - Bestehendes Bewahren, Raum für Neues schaffen

07.10.2011

Jürgen Walter MdL, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hat Kultureinrichtungen in Freiburg besucht, um sich einen Eindruck von der Arbeit der Kulturschaffenden vor Ort zu verschaffen. Auf dem Programm standen Besuche bei der Musikhochschule Freiburg, beim Bauvorhaben Ensemblehaus Freiburg, beim Augustinermuseum und bei den Soziokulturellen Zentren Fabrik und E-Werk. „Freiburg hat eine dynamische und lebendige Kulturszene. Das hat sich bei meinen jetzigen Besuchen einmal mehr gezeigt. Die Stadt ist ein hoch attraktiver und besonderer Kulturstandort im Land - nicht zuletzt wegen ihrer Lage im Dreiländereck“, sagte der Staatssekretär zum Abschluss der Besuche am 7. Oktober in Freiburg.

Walter betonte die gemeinsame Verantwortung von Stadt und Land für das Kulturleben. „Es gibt einen klaren Auftrag der Landesverfassung an Land und Kommunen, Kunst und Kultur im Land zu fördern. Diese Partnerschaft ist gut für die Kultur. Das zeigt sich auch in Freiburg, wo wir mit der Stadt im Interesse der Kultur an einem Strang ziehen“, so der Staatssekretär.

Viele Einrichtungen und Vorhaben in Freiburg würden partnerschaftlich von beiden Seiten unterstützt - vom Theater über das Barockensemble bis hin zu den soziokulturellen Zentren. Auch der Neubau des Ensemblehauses Freiburg werde von Stadt und Land gefördert. Das Land engagiere sich außerdem beim Augustinermuseum und unterstütze die Sanierung im ersten Bauabschnitt aus verschiedenen Töpfen mit insgesamt rund 4 Millionen Euro. Das Augustinermuseum werde im Jahr 2012 die große Landesausstellung „60 Jahre Baden-Württemberg“ beherbergen. „Das Land wird den Kulturschaffenden in Freiburg auch in Zukunft ein verlässlicher Förderer und Ansprechpartner sein“, sagte Walter.

Der Staatssekretär betonte, die Kulturpolitik der neuen Landesregierung setze darauf, nicht nur das Bestehende gut zu verwalten, sondern auch Räume für Neues zu schaffen. „Wir werden versuchen, einen Innovationsfonds einzurichten, mit dem wir neuen kreativen Ansätze in der Kultur vermehrt eine Chance geben wollen. Dabei sollen Projekte und Programmlinien in der kulturellen Bildung eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die interkulturelle Kulturarbeit“, so der Staatssekretär.

Auch die Förderung der Soziokultur sei ein bedeutendes kulturpolitisches Anliegen der Landesregierung. „Die Koalitionsvereinbarung enthält das Ziel, die finanzielle Situation der soziokulturellen Zentren zu verbessern und jeden Euro aus einer Sitzkommune mit 50 Cent von Seiten des Landes zu ergänzen“.

Oberbürgermeister Dieter Salomon begrüßte das klare Bekenntnis des Landes gegenüber dem Kulturstandort Freiburg. Mehr als in vergleichbaren Städten sei die Freiburger Kulturszene durch die Farbigkeit vieler Veranstalter und Institutionen auch aus dem Sektor der alternativen und experimentellen Kultur geprägt. „Wir helfen nach besten Kräften, um diese Vielfalt zu erhalten. Dazu brauchen wir aber auch die Unterstützung des Landes.“

Als herausragende Freiburger Projekte nannte Oberbürgermeister Salomon den noch ausstehenden Bauabschnitt des Augustinermuseum, die grundlegende Sanierung des E-Werks, das im Bau befindliche Zentrale Kunstdepot Hochdorf und das künftige Ensemblehaus neben der alten Stadthalle am Messplatz. Damit verfüge, so Salomon, das Freiburger Barockorchester als eines der besten deutschen Kammerorchester zusammen mit dem „Ensemble Recherche“ über ein eigene Heimstatt in direkter Nachbarschaft zur Musikhochschule.

online: http://mwk.baden-wuerttemberg.de/kunst-und-kultur/