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Abschied von Albrecht PuhlmannKunststaatssekretär Jürgen Walter würdigt scheidenden Intendanten der Stuttgarter Staatsoper27.07.2011
„Albrecht Puhlmann hat während seiner fünfjährigen Intendanz an der Stuttgarter Staatsoper dem modernen zeitgenössischen Musiktheater eine wichtige Plattform gegeben und dem Publikum die ganze Bandbreite dessen eröffnet, was Oper heute soll und für uns bedeuten kann. Dabei hat er Raum für unterschiedliche Regiehandschriften eröffnet, wofür prominente Namen wie Calixto Bieito oder Stefan Herheim, aber auch junge Talente wie Thomas Bischoff stehen.“ Mit diesen Worten würdigte Kunststaatssekretär Jürgen Walter heute (27. Juli) den scheidenden Intendanten der Stuttgarter Staatsoper. Albrecht Puhlmann verlässt zum Ende der Spielzeit 2010/11 die Württembergischen Staatstheater. Seine Nachfolge als Opernintendant übernimmt zur kommenden Spielzeit Jossi Wieler. Die Stuttgarter Staatsoper habe sich unter Puhlmanns Leitung in die Stadt und Region geöffnet. „Mithilfe zahlreicher Kooperationspartner unter Nutzung ganz ungewöhnlicher Spielorte - wie jüngst der Württembergischen Landesbibliothek oder einer U-Bahnstation - hat Puhlmann neue Impulse für den künstlerischen Diskurs gegeben“, so Walter. Die Intensivierung der Opernarbeit mit und für Kinder und Jugendliche sei ihm ebenfalls ein wichtiges Anliegen gewesen. Damit habe er das Profil der Jungen Oper weiter geschärft und in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Dokumentarfilmer Vadim Jendreyko im Rahmen der Stuttgarter Parsifal-Inszenierung von Calixto Bieito habe die Stuttgarter Staatsoper auch Eingang in die Kinosäle gefunden. „Mit dem Dokumentarfilm ‚Die singende Stadt‘, der im Januar 2011 in die Kinos kam, entstand ein beeindruckender Einblick hinter die Kulissen des traditionsreichen Opernhauses. Auch dieses faszinierende und einfühlsam umgesetzte Projekt hat dazu beigetragen, die Ausstrahlung der Stuttgarter Opernbühne weiter zu stärken. Albrecht Puhlmann war ein menschlicher und künstlerischer Gewinn für die Stuttgarter Oper, dem wir für seine Arbeit danken“, sagte Walter. Er wünsche ihm, dass er an seiner nächsten Wirkungsstätte die verdiente Anerkennung finden werde. |