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„Dagegen leben? - Der Bauzaun und Stuttgart 21“ im Haus der GeschichteKunststaatssekretär Jürgen Walter: Wichtiges Zeitdokument und Symbol für demokratische Dialog- und Streitkultur15.12.2011
„Das Großprojekt Stuttgart 21 zur Neugestaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofs hat in den vergangenen Monaten die öffentliche Diskussion in unserem Land und weit darüber hinaus maßgeblich geprägt. Die Stimmen und Positionen insbesondere der Projektgegner haben sich am dortigen Bauzaun auf vielfältigste Weise manifestiert und diesen zu einem Symbol für den Protest werden lassen. Ich bin froh, dass dieses wichtige Zeitdokument der Geschichte unseres Landes durch das Haus der Geschichte konservatorisch gesichert wurde und damit für die Öffentlichkeit erhalten bleibt.“ Dies sagte Kunststaatssekretär Jürgen Walter am Donnerstagabend (15. Dezember) anlässlich der Eröffnung der im Haus der Geschichte gezeigten Ausstellung „Dagegen leben? - Der Bauzaun und Stuttgart 21“. Walter bezeichnete den Bauzaun als lebendiges und plakatives Zeugnis demokratischer Streitkultur und Ausdruck von Meinungsvielfalt und Kreativität. „Die Auseinandersetzung um das Projekt Stuttgart 21 hat gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungsprozessen stärker beteiligt werden wollen. Die Landesregierung nimmt dies mit ihrem erklärten Bekenntnis zu einer dialogorientierten Politik auf. Ungeachtet des Ergebnisses war die Volksabstimmung ein wichtiger Schritt in die Bürgergesellschaft und damit ein Sieg für die Demokratie.“ Es sei schon außergewöhnlich, ein so aktuelles Exponat bereits museal aufzubereiten, so der Staatssekretär. „Angesichts des Stellenwerts der Auseinandersetzungen um das Thema Stuttgart 21 bin ich aber der festen Überzeugung, dass das Interesse der Besucherinnen und Besucher groß sein wird.“ Online: www.hdgbw.de |