Kein Mikroplastik auf unsere Sportplätze!

Wussten Sie, dass Kunstrasen für die Umwelt und auch für unsere Gesundheit schädlich sind? Das Problem stellt das Gummigranulat dar, das dort oft als Füllmaterial zum Einsatz kommt. Daher freut es freut mich sehr, dass die grün-schwarze Koalition meine Initiative unterstütz und die Förderung von Sportplätzen mit Gummigranulat einstellen will.  Das haben wir zusammen mit dem Koalitionspartner gestern im Umweltausschuss beschlossen. Künftig soll es keine Zuschüsse mehr vom Land für Kunstrasen mit Gummigranulat geben.

Granulat gehört zu den größten Verursachern von Mikroplastik. Wenn es regnet, gelangen die Plastikteilchen in die Kanalisation – am Ende landet das Plastik auf unseren Tischen, in unserem Trinkwasser und in unseren Körpern. Wir müssen hier an die Gesundheit der gesamten Bevölkerung denken. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit der CDU für ein Ende dieser Plastik-Förderung ausgesprochen.

Das Granulat wird häufig aus alten Autoreifen hergestellt . Mit dem Förder-Stopp von Granulat beenden wir auch eine falsche Form von Recycling: Unsere Sportplätze sind keine Mülldeponie für Autoreifen!

Wenn Städte und Kommunen ihre Kunstrasen in der Regel für 15 Jahre errichten, mache es auch aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn, weiterhin auf Granulat zu bauen. Von der Entscheidung sind bestehende Sportanlagen nicht betroffen, da künftig nur bei Neubau und Sanierung auf Granulat verzichtet werden soll. Ohnehin rechnen wir damit, dass der Trend in Richtung plastikfreie Alternativen gehen wird.

Ich kann unseren Fußballerinnen und Fußballern oder Schülerinnen und Schülern nur zur Vorsicht raten: Granulat beugt im Spiel zunächst einmal Schürfwunden vor. Jedoch rät die ECHA den Sportlerinnen und Sportlern zu ‚grundlegenden Hygienemaßnahmen‘, wenn sie auf Kunstrasen gespielt haben. Es ist also nur im Interesse der Sportvereine, in Zukunft auf das fragliche Mikroplastik auf den Plätzen zu verzichten. Es gibt umweltfreundlichere Alternativen: Quarzsand und Kork sind anerkannte umweltschonende Alternative und sollten auf den Plätzen ausschließlich genutzt werden.

Die Menge an Granulat auf den Plätzen ist erheblich: Laut Medienberichten befinden sich auf jedem Quadratmeter durchschnittlich fünf Kilo Gummigranulat. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts hat ergeben, dass Granulat zu den größten Verursachern von Mikroplastik zählt. https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Darüber hinaus plant die EU-Kommission den Einsatz von Plastik zu reduzieren. Hierzu hatte sie die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) beauftragt, Lösungen zu entwickeln. Im März sprach sich die EU-Behörde dafür aus, auf winzige Plastikteilchen – und somit auch auf Kunstrasen-Granulat – weitgehend zu verzichten. Das Verbot soll ab 2022 gelten.

Die Pressemitteilung können Sie hier runterladen.

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