Walter fordert vom Kultusministerium eine Bewertung der sogenannten „Schutzranzen-App“

Stuttgart/Ludwigsburg. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Walter (GRÜNE) hat mit einer Anfrage an Kultusministerin Susanne Eisenmann das Thema „Schutzranzen-App“ auf die Tagesordnung gesetzt. Obwohl sich bundesweit bisher nur die Stadt Ludwigsburg an diesem Versuch beteiligt, sei der geplante Versuch Anlass genug, sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen.

„Solange sich nur eine Kommune darum bemüht – und Wolfsburg insbesondere nach der Kritik der niedersächsischen Datenschutzbeauftragten sich zurückgezogen hat – ist es an der Zeit, dass das baden-württembergische Kultusministerium seine Haltung äußert und konkretisiert“, fordert der Ludwigsburger Abgeordnete. Bisher seien noch viele Fragen offen, nicht nur hinsichtlich des Datenschutzes. So habe es keine öffentliche Diskussion um den pädagogischen Sinn gegeben.

„Sicherlich würden sich viele „Helikoptereltern“ freuen, wen sie ihre Kinder noch besser kontrollieren könnten. Gleichzeitig wiegt eine solche App die Eltern in Sicherheit, die es aber so nicht geben wird. Schon allein, weil auch in absehbarer Zeit nicht ausreichend Autos mit der entsprechenden App ausgestattet sind“, erklärt Walter.  Vielmehr sollte alles dafür getan werden, die Schulwege sicherer zu machen, beispielsweise indem man gerade auch in Ludwigsburg ein flächendeckendes Radwegenetz schafft.

Bisher gebe es nur offene Fragen, die unbedingt geklärt werden müssten, bevor Kinder zu Versuchskaninchen werden. „Es ist richtig, dass Ludwigsburg bei der Digitalisierung vorne weg marschiert, trotzdem bedarf es vor allem in einem so hochsensiblen Bereich zuvor eine umfassende Information der Öffentlichkeit“, so Walter.

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