Tag der freien Schulen in St. Loreto

Jürgen Walter: „Mit frühkindlicher Förderung schaffen wir gerechtere Bildungschancen für alle Kinder“

Am 10. November fand bereits zum vierten Mal der „Tag der freien Schulen“ in ganz Baden-Württemberg statt. Zu diesem Anlass besuchte der Landtagsabgeordnete Jürgen Walter (GRÜNE) die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik St. Loreto in Ludwigsburg.

Die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher freuten sich über die Chance, mit ihrem Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. Dabei nutzte Walter die Möglichkeit, eine Schulstunde frei zu gestalten, um die Auszubildenden mit seiner politischen Arbeit vertraut zu machen. Darüber hinaus stellte er die Bildungspolitik im Land näher vor und hob dabei die Wichtigkeit der frühkindlichen Bildung hervor. „Wer Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder sichern will, muss die Kinder bereits bei den ersten Schritten auf ihrem Weg fördern. Für uns GRÜNE liegt deshalb der Schwerpunkt an der Qualität der frühkindlichen Bildung“, betont Walter. Eine Maßnahme zur Verbesserung in diesem Bereich stelle das unter Grün-Rot eingeführte Modell der Praxisintegrierten Ausbildung dar. Dies hat sich in seinen Augen sehr bewährt und müsse auf jeden Fall weitergeführt werden. Positiv wertete der grüne Abgeordnete ebenfalls die Abkehr der CDU vom sogenannten Kinderbildungspass. „Dadurch werden die frei werdenden Mittel direkt in bessere Qualität der frühkindlichen Bildung gesteckt, wie beispielsweise mehr Sprachförderung.

Zu beginn seiner Ausführungen verwies Walter auf das neugestaltete Privatschulgesetz. „Nach einer langen Zeit des geduldigen Wartens wurden nun die Schulen in Freier Trägerschaft belohnt, indem die alte Forderung, der Staat möge 80% der Bruttokosten pro Schüler und Schülerin den Privatschulen zur Verfügung zu stellen, endlich in die Tat umgesetzt“, so Walter. Schon unter der Grün-Roten Regierung habe man enorme finanzielle Anstrengungen unternommen, um diesem Ziel näher zu kommen. Nun sei es endlich erreicht.

Doch das Publikum interessierte sich nicht nur für Bildungsfragen und diskutierte mit Walter über Themen wie Mobilität der Zukunft, Ausbau des ÖPNVs, Freigabe von Cannabis oder Abschiebungen nach Afghanistan.  Walter unterstützte die Forderungen der Fachschüler, den öffentlichen Verkehr zu stärken. Im Regionalverkehr hoffe man auf eine wesentlich stärkere Nutzung durch neue Züge, aber auch durch einen neuen Betreiber. „Leider ist die Deutsche Bahn vom Bund  seit langer Zeit nicht mehr mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet worden. Es gibt zu wenig Personal, die Infrastruktur sei heruntergewirtschaftet. Insbesondere die Jahre unter Herrn Dobrindt seien verlorene Jahre für die Bahn gewesen. Dies muss sich unter einer neuen Bundesregierung schleunigst ändern“, forderte Walter.

Erfreut zeigte sich der grüne Abgeordnete über den erfolgreichen Verlauf des Gesprächs: „Gelegenheiten wie der Tag der freien Schulen beweisen, dass der Austausch zwischen Politik und Studierenden für alle Beteiligten bereichernd ist“, so Walter.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld