Gerhard Brand (VBE), Jürgen Walter (Grüne) und Karl-Wilhelm Röhm (CDU) auf der Podiumsdiskussion des VBEs

Jürgen Walter für mehr Frauen in Führungspositionen

Wie kann die Zusammenarbeit von Schulverwaltung und Schulleitung verbessert werden, um die Unterrichtsqualität zu steigern und das neue Qualitätskonzept der grün-schwarzen Landesregierung umzusetzen? Um diese und ähnliche Fragen drehte sich die erste VBE-Tagung für Schulaufsicht und Schulleitung an diesem Montag in der Stuttgarter Schwabenlandhalle, an der die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen Grüne, CDU, SPD und FDP teilgenommen haben. Was die Unterrichtsqualität anbelangt, hat Jürgen Walter das neue Qualitätskonzept des Kultusministeriums unterstützt, allerdings mit der Annahme, dass die gesammelten Daten tatsächlich ausgewertet und für die Praxis benutzt werden.

Die Gemeinschaftsschulen, die dieses Jahr ein 5 Jahre-Jubiläum seit ihrer Einführung feiern, bekamen Walters ausdrückliche Unterstützung. „Wir müssen endlich aufhören, die Grundschule vom Gymnasium her zu denken. Dieser Fehler wurde in der Landespolitik schon viel zu oft gemacht.“

Ein weiterer Punkt, bei dem sich Jürgen Walter für einen Kulturwandel ausspricht, ist die Geschlechterverteilung der Schulleitungen:  „Obwohl 90 % des Kollegiums Frauen sind, ist der größte Teil der Rektoren männlich. Hier braucht es eine Kehrtwende und eine entsprechende Förderung für die Lehrerinnen.“ Sein Ruf nach mehr Unterstützung für Frauen, die es sich zurzeit aus unterschiedlichen Gründen nicht trauen, Rektorinnen zu werden, fand in der ausschließlich männlichen Diskussionsrunde jedoch keine weiteren Fürsprecher.

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