Grüne kritisieren Elektrobus-Variante von OB Spec als „Insellösung“

Landespolitiker Walter und Renkonen werben für Stadtbahnlösung durch Ludwigsburg

23.9.16

Die Grünen-Landespolitiker Jürgen Walter und Daniel Renkonen haben den Alternativvorschlag von Ludwigsburgs OB Werner Spec zur geplanten Stadtbahn durch Ludwigsburg kritisiert. „Die Elektrobus-Variante ist alter Wein in neuen Schläuchen. Es ist eine alte Binsenweisheit, dass ein schienengebundener Nahverkehr mit Abstand am attraktivsten und am komfortabelsten ist“, erklärte Walter. Der Elektrobus sei keine Alternative zur Stadtbahn, sondern bestenfalls eine Ergänzung. Darum gehe es aber bei der Stadtbahn nicht, sondern um wirkliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Zudem sei der Busverkehr in Ludwigsburg schon heute vorbildlich organisiert. Um die Verkehrsprobleme zu lösen, müsse man daher an einer anderen Stelle ansetzen.

Auch wenn der Bus elektrisch betrieben würde, sei er noch lange nicht zukunftsorientiert. Am Animationsinstitut der Ludwigsburger Filmakademie würde man schließlich auch nicht darüber diskutieren, ob man statt digital nun doch lieber wieder analog mit elektrisch betriebenen Bleistiften produzieren würde. „Über die Stadtbahn wird schon unendlich lange diskutiert, es ist an der Zeit Nägel mit Köpfen zu machen“, forderten die beiden Grünen-Politiker.

Die geplante Stadtbahnverbindung entlang der City über die Leonberger Straße und dem Tunnel unter dem Ludwigsburger Bahnhof ist für die Grünen-Politiker eine vielversprechende Variante. Sie werben für eine Stadtbahnverbindung, die Pattonville mit Ludwigsburg, Möglingen und Markgröningen verbindet. „Wir brauchen einen großen Wurf und keine Insellösung“, ergänzte Daniel Renkonen, der auch Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtages ist. Denn die Verkehrsprobleme machen nicht vor den Stadtgrenzen halt. Durch den Klimawandel und die Erderwärmung werden diese Probleme noch verschärft. Insofern ist es höchste Eisenbahn, für die Stadtbahn endlich einen Förderantrag beim Land und Bund zu stellen. Jede weitere Diskussion um angebliche Alternativen verhindere nur eine zeitnahe Lösung. „Das Projekt ist teuer, aber wirtschaftlich“, verweisen Walter und Renkonen auf die positive Kosten-Nutzen-Analyse.

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