Im Gespräch zum FSJ die drei Freiwilligen der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz Majd Elias, Sina Eitelbuß und Jana Fraß , MdL Jürgen Walter, Petra Honikel (Sprecherin LAK FSJ) und Wolfgang Koch (Leiter der Verwaltung Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz). © AK FSJ 2016

Im Gespräch zum FSJ die drei Freiwilligen der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz Majd Elias, Sina Eitelbuß und Jana Fraß , MdL Jürgen Walter, Petra Honikel (Sprecherin LAK FSJ) und Wolfgang Koch (Leiter der Verwaltung Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz). © AK FSJ 2016

MdL trifft Engagierte im FSJ bei Caritas Schnäppchen & Häppchen

Im Gespräch zum FSJ die drei Freiwilligen der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz Majd Elias, Sina Eitelbuß und Jana Fraß , MdL Jürgen Walter, Petra Honikel (Sprecherin LAK FSJ) und Wolfgang Koch (Leiter der Verwaltung Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz). © AK FSJ 2016

Ludwigsburg, 14. Juli 2016 

MdL Jürgen Walter hat sich am vergangenen Mittwoch im Caritas-Laden „Schnäppchen & Häppchen“ in Ludwigsburg zum Gespräch mit jungen Freiwilligen und Vertretungen der Caritasregion Ludwigsburg-Waiblingen-Enz und des Landesarbeitskreises Freiwilliges Soziales Jahr (LAK FSJ) getroffen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit den jungen Freiwilligen standen deren Erfahrungen im FSJ, ihre Motivation für das Engagement und ihre Perspektiven für die Zukunft. Viele junge Menschen nutzen das Jahr für ihre berufliche und persönliche Orientierung.

 „Hinter einem FSJ steckt mehr als man denkt. Ohne das FSJ wäre ich nie in Kontakt mit sozial Schwächeren oder Geflüchteten gekommen. Die Begegnungen haben meine Ansichten ihnen gegenüber verändert“ meint Jana Fraß, 20 Jahre, die sich in ihrem FSJ im Caritas-Laden „Schnäppchen und Häppchen“ engagiert. Sie ist überzeugt, dass ihr Freiwilligendienst die richtige Entscheidung war.

 „Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement die Freiwilligen sich bei der Caritas einsetzen und Verantwortung übernehmen. Mit dem Secondhandladen und dem Begegnungscafé schaffen sie ein Angebot für Geringverdienende, das in dieser Form ohne das Mitwirken der Freiwilligen nicht möglich wäre.“ sagt MdL Jürgen Walter.

Sowohl MdL Jürgen Walter als auch Wolfgang Koch, Leitung der Verwaltung der Caritasregion Ludwigsburg-Waiblingen-Enz betonen, dass durch die Freiwilligen keine Fachkräfte ersetzt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch die jungen Menschen unterstützt und entlastet. „Mit dem FSJ gewinnen wir zusätzliche helfende Hände. Doch besonders wichtig für uns ist, dass das FSJ nachhaltig wirkt. Nicht selten entscheiden sich Freiwillige nach ihrem Einsatz für einen sozialen Beruf“ meint Wolfgang Koch. Das FSJ sei mittlerweile ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Sina Eitelbuß, 20 Jahre, hilft in ihrem FSJ bei der Caritas in Waiblingen Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen bei Bewerbungen, begleitet sie bei Behördengängen und hat ein offenes Ohr für ihre Probleme. „Ich wollte schon immer mit Jugendlichen arbeiten und mein FSJ hat mich in diesem Berufswunsch bestärkt. “ Sie findet, dass auch für diese jungen Menschen „mit einer größeren Lücken im Lebenslauf“ das FSJ eine Chance sein kann.

Bis zu 15.000 junge Menschen könnten jährlich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen, wenn die Rahmenbedingungen verbessert werden. Im Zeitraum von 2005 bis 2015 ist die Zahl der Freiwilligen im FSJ von 5.000 auf über 12.500 junge Menschen pro Jahr gewachsen. Dazu beigetragen hat auch die Förderung des Landes Baden-Württemberg, das anfänglich jeden jungen Menschen mit 500 € pro Monat unterstützt hat, nun aber nur noch rund 220 € pro Monat beiträgt. Das Geld wird vor allem für die politische und soziale Bildung der jungen Menschen benötigt.

„Viele junge Menschen wollen sich engagieren und der Bedarf in den Einrichtungen ist da. Ob in der Jugendhilfe, der Betreuung von Geflüchteten oder bei anderen Angeboten für Menschen, die Unterstützung benötigen, wie hier bei Schnäppchen & Häppchen: Es gibt viele Orte in Baden-Württemberg, an denen wir noch mehr Freiwillige einsetzen könnten“ berichtet Petra Honikel, Sprecherin des LAK FSJ in Baden-Württemberg. Voraussetzung für den Ausbau des FSJ auf 15.000 Plätze sei jedoch – so die Träger des FSJ in Baden-Württemberg – die Förderung wieder auf 500 € pro Monat anzuheben.

„Ich nehme aus dem heutigen Tag viele positive Eindrücke mit. Freiwilliges Engagement ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft, dass sich zu fördern lohnt“ fasst MdL Jürgen Walter zum Abschluss seines Besuches zusammen.

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Der Caritas-Secondhandladen „Schnäppchen & Häppchen“ ist ein Angebot für Familien und Alleinerziehende mit schmalem Geldbeutel. Hier können insbesondere Bedarfsgegenstände für Kinder und Jugendliche günstig erworben werden. Gleichzeitig können im Begegnungscafé Kontakte geknüpft werden.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein bundesweiter sozialer Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das FSJ sind im Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) geregelt. Das Land Baden-Württemberg fördert die pädagogische Begleitung der Freiwilligen

Der Landesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr Baden-Württemberg (LAK FSJ) ist der Zusammenschluss von 38 Trägern des FSJ in Baden-Württemberg. Der LAK FSJ vertritt die Interessen der Freiwilligen, der Einsatzstellen und der Träger des FSJ. Der Arbeitskreis setzt sich ein für optimale pädagogische, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für das FSJ.

Internetauftritt LAK: http://www.fsj-baden-wuerttemberg.de/

Quelle: Pressemitteilung des Landesarbeitskreises Freiwilliges Soziales Jahr Baden-Württemberg
Autorin: Diana Pakatchi
Foto: © AK FSJ 2016
www. freiwilligendienste-rs.de 

 

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